Zaunbau im Naturschutzgebiet „Salziger See“ – Schutz für bedrohte Vogelarten und wertvolle Lebensräume

Das Naturschutzgebiet „Salziger See“ liegt im Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt und zählt zu den ökologisch wertvollsten Binnenlandsalzstellen Mitteleuropas. Es ist Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks, das besonders schützenswerte Lebensräume und Arten schützt. Das gesamte Gebiet umfasst rund 470 Hektar und beherbergt weite Offenflächen, Feuchtgebiete, Salzwiesen und Restwasserflächen.

Seinen Namen verdankt der „Salzige See“ den salzhaltigen Böden und Gewässern, die durch geologische Prozesse entstanden sind. Ursprünglich war die Region von einem großen See geprägt, der über Jahrhunderte durch Verdunstung, Sedimentablagerung und später durch Bergbau- und Entwässerungsmaßnahmen stark verändert wurde. 

In den letzten Jahrzehnten wurde begonnen, diese einmalige Landschaft wiederherzustellen und zu schützen. Heute beherbergt das Gebiet zahlreiche gefährdete Arten, darunter seltene Bodenbrüter wie Kiebitz, Säbelschnäbler und Flussregenpfeifer, aber auch Amphibien, Libellen und spezialisierte Pflanzen der Salzvegetation.

Säbelschnäbler Vogel

Um diese biologische Vielfalt langfristig zu sichern, wurden in den letzten Jahren umfangreiche Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen umgesetzt. Eine zentrale Maßnahme ist der Bau fester Weidezäune, die gleich mehrere Ziele erfüllen:

  1. Schutz der Brutgebiete:
    Die offenen Wiesen und Flächen des „Salzigen Sees“ sind wichtige Brutareale für seltene Vogelarten, die ihre Nester direkt am Boden anlegen. Diese Gelege sind besonders anfällig für Beutegreifer wie Waschbär, Fuchs und Marder. Der neue, speziell konzipierte Prädatoren-Schutzzaun soll das Eindringen dieser Tiere verhindern und somit den Bruterfolg deutlich verbessern.

    Dieser Schutzzaun besteht aus langlebigen, robusten und gerammten Robinienpfähle die in einem Abstand von etwa fünf Metern mit einer hydraulischen Pfahlramme in den gewachsenen Erdboden gerammt werden. So erreichen wir die höchste Stabilität, welche wir für das Spannen des Spezialknotengeflechtes benötigen.

    Das eingesetzte Knotengeflecht hat speziell verpresste Knoten wodurch sich die Maschen nicht verschieben können. Die Zugfestigkeit der horizontalen Drähte liegt bei 1390 N/mm², was uns erlaubt den Zaun so straff zu spannen, dass die Gefahr, dass sich Wildtiere darin verfangen oder verletzen, auf ein Minimum reduziert wird.

    Zusätzlich wurde ein mechanischer Untergrabeschutz installiert. Auf dem gesamten Zaunverlauf wurde ein weiteres Knotengeflecht (80 cm Breite) flächig auf dem Boden ausgelegt und darauf der Hauptzaun errichtet. Dadurch wird effektiv verhindert, dass Beutegreifer wie Waschbär oder Fuchs den Zaun untergraben können.

    Für zusätzlichen Schutz sorgt die äußere 2-zügige elektrische Besicherung mit Spezial-Stahldraht und Abstandsisolatoren. Diese Bestromung dient dazu ein Überklettern des Zaunes zu verhindern.

  2. Förderung einer extensiven Beweidung:
    Der rund 8 Kilometer lange feste Zaun (6,8 km Knotengeflecht und 1,20 km dreizügiger Elektrofestzaun) umschließt eine Fläche von etwa 130 Hektar, die künftig extensiv beweidet werden soll. Durch den gezielten Einsatz von robusten Weidetieren, wie in diesem Falle Wasserbüffeln, wird die Vegetation auf natürliche Weise zurückgehalten. Diese Beweidungsstrategie sorgt für eine mosaikartige Struktur der Landschaft, fördert den Artenreichtum und verhindert eine Verbuschung der Salzwiesen.

  3. Landschaftsverträglicher Aufbau:
    Beim Bau des Zauns wurde darauf geachtet, nachhaltige und langlebige Materialien zu verwenden und den Zaunverlauf an das Gelände anzupassen. So bleibt eine landschaftliche Offenheit erhalten und eine Beeinträchtigung für die Wildtiere wird minimiert.
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Über Uns

Wir bauen feste Weidezäune zum Schutz für Mensch und Tier – für eine nachhaltige Bewirtschaftung und für die Erhaltung der Artenvielfalt. Unsere Zaunbaukultur ist unsere Vision für Innovation und Zuverlässigkeit.

Die Maßnahme wird vom Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt Sachsen-Anhalt gefördert und in Zusammenarbeit mit dem NABU Landesverband sowie weiteren Partnern des Projekts „Salzige Seen im Süden Sachsen-Anhalts“ umgesetzt.

https://www.nabu.de/

Der Zaunbau am Salzigen See steht beispielhaft für die Verbindung von praktischer Naturschutzarbeit und nachhaltigem Landschaftsmanagement. Durch die Kombination aus Beweidung, Schutz der Bodenbrüter vor Beutegreifern und Lebensraumaufwertung entsteht ein ökologisch stabiles Gebiet, das nicht nur seltenen Vogelarten zugutekommt, sondern auch das gesamte Ökosystem stärkt.

Wir freuen uns, mit unserem Zaunbau einen wichtigen Beitrag zu diesem bedeutenden Naturschutzprojekt geleistet zu haben und so zum Erhalt einer einzigartigen Landschaft und ihrer wertvollen Tierwelt beizutragen.

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