Verschiedene Zaunarten

Einführung in die Welt der Zäune

Weidezäune für landwirtschaftliche Betriebe oder Tiergehege müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Je nach Tierart, Zaunlänge und Geschmack bieten sich unterschiedliche Zaunarten an. ZAUNQ erklärt Ihnen, wie ein Weidezaun aufgebaut ist und welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Weidezaun-Arten gibt.

Es gibt unterschiedliche Weidezaun-Arten

Bevor Sie einen Zaun errichten, sollten Sie sich überlegen, welche Tiere sich auf der Weide aufhalten werden. Selbstverständlich benötigen Pferden eine andere Zaunhöhe als Schafe. Langlebigkeit, Preis und Pflegeaufwand spielen eine Rolle.

Es gibt herkömmliche Zäune und Elektrozäune. Für einen Weidezaun kommt oft jedoch nur ein Elektrozaun in Frage, um sicherzugehen, dass die Tiere auch da bleiben, wo sie hingehören. Dabei wird die mechanische Hütewirkung mit der ungefährlichen Abschreckung durch elektrische Impulse kombiniert.

Mobil- oder Festzaun – Beide Varianten haben Vorteile

Mobilzaunelemente sind leicht zu versetzen und flexibel einsetzbar. Das schnelle Auf- und Abbauen und die leichte Erweiterbarkeit sind besonders bei regelmäßigen Veränderungen der zu beweidenden Fläche praktisch. Wichtig ist ein stabiler Eckpfahl, zum Beispiel aus verzinktem Stahl, mit langen Stützfüßen für sicheren Halt.

Bei richtiger Materialwahl und Verarbeitung kann auch ein Mobilzaun viele Jahre halten, noch langlebiger ist aber ein Festzaun. Dieser kann leicht mehrere Jahrzehnte überdauern, ist aber aufwendiger zu bauen.

Die Pfähle: Kunststoff-, Holz- oder Metallpfähle

Mobilzäune enthalten oft Fiberglas-, Kunststoff oder seltener Metallpfähle. Fiberglaspfähle sind leicht, trotzdem extrem verwindungssteif und bieten eine hohe Isolation. Herkömmliche Kunststoffpfähle sind leicht aufzustellen und durch ihre hohe UV-Beständigkeit und verzinkte Spitzen witterungsbeständig und langlebig. Mobilzäune sind zudem nicht nur flexibel, sondern auch kostengünstig.

Für Festzäune werden eher Holz- und Metallpfähle eingesetzt. Diese sind stabiler, müssen aber oft mit speziellem Gerät in den Boden gerammt werden. Das verwendete Holz ist meist Robinie, Kiefer oder Insultimber und weist eine überdurchschnittliche Widerstandsfähigkeit gegen Witterung und Pilze auf. Durch die Kesseldruckimprägnierung ist Feuchtigkeit kein Problem.

Je nach Pfahlart wird ein Isolator benötigt, bei speziellen Holzsorten, wie Insultimberholz, oder Kunststoffpfählen ist kein Isolator notwendig, da das Material nicht leitet.

Das Leitermaterial: Weidezaun-Band, -Litze, -Seile oder -Draht

Als Verbindung zwischen den Zaunpfählen und als stromführendes Element gibt es verschiedene Leitermaterialien. Je nach Zaun – und Tierart kann man hier variieren. Bei der Kunststoffummantelung ist eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen UV-Licht und andere Witterungseinflüsse wichtig, da der Weidezaun schließlich permanent dem Wetter ausgeliefert ist. Je nach Einsatzort gibt es verschiedene Farben zur Auswahl. Kontrastreiche Varianten bieten eine gute Signalwirkung für die Tiere, an Standorten, wo dies gewünscht ist, gibt es auch unauffällige Kombinationen.

Verschiedene Zaunhöhen für verschiedene Tiere

Für die verschiedenen Tierarten benötigt man unterschiedliche Zaunhöhen. Ein Pferdezaun sollte mindestens 140 Zentimeter hoch und gut sichtbar sein, so wie sicher vor Verletzungen schützen. Beim Bauen eines Pferdezauns werden allgemein drei Zaunreihen empfohlen.

Für Schafe sollte die höchste Reihe in etwa 90 Zentimeter Höhe liegen und vier Reihen Weidezaunlitze verwendet werden. Aufgrund der dicken Wolle sind Schafe, genau wie Ziegen mit ihrem dicken Fell, relativ unempfindlich gegen Strom, die Litze sorgt aber dennoch für ausreichenden Kontakt, gegebenenfalls muss man hier mit höherer Spannung arbeiten.

Wildzäune zum Schutz von Nutztieren und Autofahrern

Wildzäune werden genutzt, um beispielsweise Geflügel vor Fressfeinden zu schützen oder an Straßen Wildunfälle zu vermeiden. Dabei wird ein Geflecht aus verzinkten Stahldrähten gespannt, die untereinander verknotet, geflechtet oder verschweißt sind. Die Maschendrähte können so engmaschig sein, dass auch Kleinwild wie Hasen abgehalten werden kann. Für erhöhte Sicherheit wird der Zaun oft auch eingegraben, um ein Untergraben zu verhindern. Dieser Zaun ist vor allem in der Nähe von Autobahnen und Straßen sinnvoll, um Wildunfälle zu vermeiden.

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